Ökologischer Landbau
 
Im Einklang mit der Natur nächste Seitenächstes Kapitelvorige Seite
Maishacken

Ökologische Landwirtschaft betreibt den naturgerechten Anbau von Pflanzen und die artgerechte Haltung von Tieren. Denn gesunder Boden, gesunde Pflanze und gesundes Tier bilden eine Einheit und bedingen einander.
Das heißt ganz konkret: Getreide, Kartoffeln, Obst und Gemüse wachsen ohne synthetische Düngemittel und werden nicht mit chemischen Pflanzenschutzmitteln gespritzt .Kühe, Schweine, Schafe, Ziegen oder Federvieh haben soviel Platz, wie es ihrer Natur entspricht.
Das Tierfutter kommt nicht aus der Fabrik, sondern vom eigenen Feld. Hormone und sogenannte Leistungsförderer, die konventionelles Tierfutter oft enthält, sind auf BIO-Höfen tabu. Und Tiertransporte werden so kurz wie möglich gehalten. Nur so können am Ende Lebensmittel entstehen, die tatsächlich voller Lebenskraft stecken.
Dafür müssen Biobauern ganz schön ackern und niedrigere Erträge in Kauf nehmen. Zu Ihrem Vorteil: Denn als Verbraucher bekommen Sie Klasse statt Masse.

 
Kreisläufe statt Sackgasse nächste Seitenächstes Kapitelvoriges Kapitelvorige Seite
 

Mit biologischer Landwirtschaft bleibt der Natur so einiges erspart, vor allem chemische Spritz- und Düngemittel. Statt mit synthetischen Hilfsmitteln arbeiten BIO-Bauern mit widerstandsfähigen Pflanzensorten in vielseitiger Fruchtfolge, halten nur so viele Tiere, wie es ihre Böden erlauben, und düngen organisch. Nährstoffe wie z.B. Stickstoff belasten nicht als Nitrat das Grundwasser, sondern erfüllen in einem geschlossenen Betriebskreislauf ihren eigentlichen Zweck.
ÖKO-Landbau spart außerdem Energie. Zum Beispiel indem Futtermittel nicht aus aller Welt importiert, sondern soweit wie möglich auf dem eigenen Hof angebaut werden. Und wenn am Ende die Lebensmittel auf dem kürzesten Weg zum Verbraucher gelangen, wird nochmals kräftig Sprit gespart. Es spricht also mehr als nur die Frische für regionale BIO-Produkte aus dem Eichsfeld!

 
Nichts ist so realistisch wie ökologisches Wachstum nächste Seitevoriges Kapitelvorige Seite
 

Die Welt läuft nicht mehr richtig rund: Arbeitslosigkeit, globale Wirtschaftskrisen und Umweltkatastrophen machen uns das Leben schwer. Gerade im Hinblick auf die zentralen Problemfelder hat die ökologische Landwirtschaft zukunftsweisende Perspektiven zu bieten, weil sie in mehreren Generationen denkt und Verantwortung in den Alltag transportiert: Sie geht schonend mit der Umwelt und deren Ressourcen um. Statt auf Globalisierung und anonyme Weltkonzerne setzt BIO-Landbau auf regionale Strukturen und kurze Wege. Und Arbeitskräfte werden bei der Erzeugung und Verarbeitung von BIO-Produkten immer gebraucht, denn ohne Handarbeit und ein funktionierendes soziales Gefüge läuft hier gar nichts.
Grüne Spinnerei? Bereits vor dem BSE-Skandal und der "Agrarwende" ist der Ökologische Landbau jedes Jahr beharrlich gewachsen. Seitdem ist sowohl die Nachfrage, als auch die Umstellungsbereitschaft der Landwirte sprunghaft gestiegen. Auch die Mitgliedsbetriebe des NÖB steigen weiter an.

Nr. Jahr Öko-Fläche Ges. Fläche BIO-Betriebe histor. EIC BIO-Betriebe LK EIC Mitgliedsbetriebe NÖB
1 2001 1193,07 1213,07 23 15  
2 2002 1251,34 1303,63 23 15 15
3 2003 1293,84 1295,76 25 16 17
4 2004 1326,46 1334,18 27 17 24
5 2005     28 18 32
6

bisher 2006

    29 19 32
             
Zuwachs   11% 10% 26% 26% 113%

 

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